Bleiben Sie informiert. Mit dem Newsletter von Carelink.

Wie entwickelt sich das Krisenmanagement weiter? Was gibt es Neues in der Notfallpsychologie? Die Carenews informieren Sie. Einfach und knapp.
Für Carenews anmelden

25 Jahre im Dienst von Menschen

Was im Jahr 2001 mit viel Engagement und Weitblick der Gründergeneration begann, hat sich über die Jahre zu einem veritablen «KMU im Stiftungskleid» entwickelt.

Roland Frey

Mit unternehmerischem Wagemut und vielen Unbekannten begann vor 25 Jahren die Geschichte von Carelink. Herausgelöst aus der untergehenden Swissair und gegründet von Franz Bucher und Richard Frei, wirkte Carelink zuerst im  Rechtskleid eines Vereins. Nur zwei Jahre später erfolgte der Schritt in eine eidgenössisch beaufsichtigte Stiftung – ein Meilenstein in der noch jungen Entwicklung. Entscheidende Starthilfe leisteten die Schweizerischen Bundesbahnen SBB, die erste und über viele Jahre wichtigste Kundin von Carelink. Sie war Geburtshelferin und verlässliche Wegbegleiterin zugleich.

Aus diesen Anfängen hat sich eine bedeutende Fachorganisation mit heute rund 190 Kundinnen und Kunden aus nahezu 20 Wirtschaftszweigen und der öffentlichen Verwaltung entwickelt. Verlässlichkeit, höchste Qualität und Einsatzbereitschaft rund um die Uhr bilden seit jeher das Fundament unseres Handelns – und die Basis für nachhaltigen Erfolg und wirtschaftliche Stabilität. Im Laufe der Jahre haben zudem unsere breit gefächerten Angebote in Aus- und Weiterbildung stark an Bedeutung gewonnen.

Heute engagieren sich 14 Mitarbeitende in der Geschäftsstelle in Glattbrugg sowie rund 350 Personen im Freiwilligenteam. Dazu gehören Notfallpsychologinnen und Notfallpsychologen sowie Caregivers. Mit dieser starken Aufstellung betreut Carelink rund 400 Mal pro Jahr Menschen nach belastenden Ereignissen und leistet damit einen unverzichtbaren Beitrag für ihre Kundinnen und Kunden, deren Mitarbeitende und letztlich die Gesellschaft. Das erfüllt uns mit Stolz – und ist für uns Verpflichtung zugleich!

Carelink versteht sich als qualitätsbewusste Einsatz- und Betreuungsorganisation für psychosoziale Nothilfe bei ausserordentlichen Ereignissen in Unternehmen und Institutionen. Gleichzeitig hat sich die Bedeutung des Begriffs «Care» in den vergangenen Jahren stark erweitert. Heute umfasst unternehmerische Vorsorge auch Themen wie betriebliches Gesundheitsmanagement, Care-Management bei Arbeitsunfähigkeit sowie Beratungsleistungen bei finanziellen Schwierigkeiten oder bei der beruflichen Wiedereingliederung. Rund um diese Care-Leistungen ist ein Markt entstanden, der auch unser Kerngeschäft tangiert.

Diese Entwicklungen – in unseren angestammten Tätigkeitsfeldern wie auch darüber hinaus – nehmen wir zum Anlass, im Geschäftsjahr 2026 Strategie und Hauptstossrichtungen von Carelink zu überprüfen und die langfristige Ausrichtung weiter zu schärfen. Unser Kerngeschäft wird dabei selbstverständlich auch künftig im Zentrum unseres Angebots stehen.

Für Ihre Verbundenheit mit Carelink danke ich Ihnen herzlich. Unser «Flair für Care» bleibt auch künftig Antrieb und Anspruch zugleich, um für Sie und Ihre Mitarbeitenden Top-Leistungen zu erbringen.

Sicherheit und Orientierung bieten

In einem Jahr anhaltender Unsicherheiten bot Carelink Stabilität, Orientierung und konkrete Unterstützung für Menschen in aussergewöhnlichen Situationen.

Lukas Hepp

Wie schon im Vorjahr waren Stabilität und Verlässlichkeit auch im Jahr 2025 keine Selbstverständlichkeit. Geopolitische Spannungen nehmen zu, vertraute Strukturen verändern sich und unerwartete Ereignisse fordern Organisationen wie auch Einzelpersonen.

Unsicherheit wirkt sich auf die mentale Gesundheit von Menschen aus. Gerade dann braucht es professionelle Begleitung, klare Strukturen und menschliche Präsenz. Im Jahr 2025 leistete unser Team knapp 400 Einsätze im Dienst von Betroffenen, Angehörigen, Mitarbeitenden und Führungskräften. Wir unterstützten nach belastenden Ereignissen, stabilisierten in akuten Situationen und stärkten die Handlungsfähigkeit von Organisationen und Betroffenen. Diese kontinuierliche Einsatzbereitschaft bildet den Kern unseres Auftrags.

Carelink wächst

Ende Juli haben wir Regula Lanz in den Ruhestand verabschiedet. Als langjährige Leiterin Aus- und Weiterbildung hat sie die Entwicklung von Carelink wesentlich geprägt. Für ihr grosses Engagement danken wir herzlich und wünschen ihr für die Zukunft nur das Beste.

Seit April bzw. September verstärken zwei Notfallpsychologinnen unser Team. Christine Berger und Marina Koch engagieren sich insbesondere in der Aus- und Weiterbildung sowie in der Begleitung unseres Freiwilligenteams. Erstmals absolvierte zudem eine angehende Psychologin ein sechsmonatiges Praktikum bei uns. Damit investieren wir in die Nachwuchsförderung.

Carelink entwickelt sich

Unsere Alarmierungs- und Kommunikationslösung für das Freiwilligenteam entsprach nicht mehr vollständig den wachsenden Anforderungen. Deshalb führten wir 2025 eine Neuevaluation durch. Zwei Lösungen erfüllen unsere fachlichen und organisatorischen Ansprüche sowie die hohen Datenschutzstandards. Sie werden Anfang 2026 eingeführt und stärken unsere Einsatzfähigkeit nachhaltig.

Carelink wird sichtbarer

Am 30. Oktober fand unsere Fachtagung zum Thema «Positive Psychologie» statt, die auf grosses Interesse stiess und wertvolle Impulse für die Praxis bot. Zudem haben wir unsere Präsenz auf LinkedIn ausgebaut: Mit regelmässigen Beiträgen informieren wir über Themen der Notfallpsychologie und geben Einblick in unsere Arbeit.

Carelink trainiert

Neben bewährten Ausbildungsformaten setzen wir vermehrt auf kurze praxisnahe Übungen. Im Herbst haben wir erstmals ein abendliches Alarmierungsszenario mit Inbetriebnahme des Callcenters durchgeführt. Das Format wurde von den Caregivern und Notfallpsychologen sehr positiv aufgenommen und wird weitergeführt. Die zweijährliche Grossübung am Flughafen Zürich ermöglichte zudem das realitätsnahe Training mit allen Partnerorganisationen.

Wir danken unseren Kundinnen und Kunden sowie Partnern für ihr Vertrauen. Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden und dem Careteam. Mit Professionalität, Engagement und Teamgeist sorgen sie täglich dafür, dass Carelink auch künftig Sicherheit und Orientierung bieten kann.

,

Ein offenes Ohr ist wichtiger als ein gutgemeinter Rat

Wie Carelink mit Betroffenen kommuniziert.

Da staunten der eine und die andere: Aha, so macht Carelink das! Die rund 150 Teilnehmenden der Carelink-Fachtagung 2018 wissen jetzt: Die Kommunikation mit Menschen, die ein einschneidendes Ereignis getroffen hat, folgt eigenen Regeln. Mischa Oesch hat sie menschlich direkt erklärt. Sie ist Fachpsychologin für Psychotherapie und als zertifizierte Notfallpsychologin oft auch für Carelink tätig.

Weiterlesen

,

Aller Anfang ist Organisation

Wie sich SIX für Krise und Notfall aufgestellt hat.

Nicht leicht, in die Büros von SIX in Zürich hineinzukommen. Das Unternehmen entwickelt und betreibt die Infrastruktur für den Schweizer Finanzplatz und die Schweizer Banken – und schreibt Sicherheit gross. Beni Hurschler hat an der Carelink-Fachtagung die Türen von SIX einen Spalt geöffnet. Er verantwortet das Krisenmanagement, die Business Continuity und die Physical Security.

Weiterlesen

,

Das Auge entscheidet in Windeseile

Worauf in der Krisenkommunikation zu achten ist.

Es kann die rhetorisch gewandteste Person vor der Kamera stehen: Wenn Kleidung oder Umgebung nicht passen, verpufft die Aussage. Simon Kopp hat das an der Carelink-Fachtagung aufgezeigt. Der erfahrene Medientrainer, Medienberater und Mediensprecher hat den Teilnehmenden drastisch vor Augen geführt, worauf sie achten müssen, damit die Krisenkommunikation nicht selber zur Krise wird.

Weiterlesen

,

Wenn nach einem Ereignis alle eine Auskunft brauchen

Carelink hat in Glattbrugg ein Callcenter eingerichtet.

Carelink kann jederzeit eine Hotline hochfahren, um Betroffene auch telefonisch zu betreuen. Die Hotline mit bis zu 30 Anschlüssen wird jetzt auch zur Infoline. Die Telefonzentrale, bisher geografisch ausgelagert, befindet sich neu in Glattbrugg gleich neben den Carelink-Büros.

Weiterlesen

,

Wenn Kinder Traumatisches erlebt haben

Wie kann ihnen darüber hinweggeholfen werden?

Angst vor dem Einschlafen, plötzliche Wutanfälle, Tränen ohne ersichtlichen Grund: Ein Kind, das Schlimmes erlebt hat, kann stark leiden. Das Nationale Netzwerk für psychologische Nothilfe (NNPN) hat diesem Thema seinen 1. Internationalen Kongress gewidmet. Carelink greift ganz kurz den praxisnahen Ansatz des Referenten Prof. Dr. Markus Landolt heraus.

Weiterlesen

,

Gewalt stoppen, bevor sie ausbricht

Bedrohungsmanagement wirkt präventiv.

Gewalt, die sich Bahn bricht, kann grosses Leid anrichten. Wer die Zeichen frühzeitig erkennt, kann Schlimmes verhindern. Zürich und Solothurn haben deshalb je ein kantonales Bedrohungsmanagement (KBM) eingerichtet. An der diesjährigen Freiwilligentagung haben sich die Psychologen, Caregivers und Teamleaders von Carelink intensiv damit befasst.

Weiterlesen

,

Wann macht ein firmeneigenes Interventions-Team Sinn?

Eine sachliche Darlegung von Pro und Kontra.

Die Carelink-Kunden können sich im Ernstfall voll und ganz auf das Know-how der erfahrenen Careteams verlassen. Einige wenige Kunden haben zusätzlich ein kleines internes Emergency-Team ausgebildet. Es trifft im Ernstfall erste Vorbereitungen, damit das professionelle Careteam von Carelink beim Eintreffen gleich anfangen kann. Wann ist ein internes Interventions-Team sinnvoll?

Weiterlesen