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Wie entwickelt sich das Krisenmanagement weiter? Was gibt es Neues in der Notfallpsychologie? Die Carenews informieren Sie. Einfach und knapp.
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Was hat Resilienz mit Humor zu tun? Der erste Carelink-Webcast für Sie.

Er hat Covid-19 überstanden, durchlebt beruflich anspruchsvolle Zeiten – und ihm gehe es gut, sagt Unternehmensberater Urs Brütsch. Zusammen mit Prof. Dr. Ulrike Ehlert, Professorin am Psychologischen Institut der Universität Zürich, ist er zu Gast im ersten Webcast, den Carelink veröffentlicht.

Wie kann ein Mensch so optimistisch sein, wo er gleich zweimal hintereinander Schwieriges erlebt? Ulrike Ehlert spricht von physischer und psychischer Widerstandsfähigkeit, von Resilienz.
Doch was hat Resilienz mit Vertrauen zu tun, was mit Humor, Selbsterkenntnis und Ideenreichtum?

Sehen und hören Sie sich das rund zwanzigminütige, von Patrick Rohr moderierte Gespräch an:

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Körperübungen für Gehirn und Gefühle

Eine App kann helfen. Auch Traumatisierten.

Wer würde nicht gern die Zauberformel gegen Angst, Aufregung oder fehlende Zuversicht kennen? Dr. med. Claudia Croos-Müller ist Neurologin und Psychotherapeutin und hat mit Body2Brain® eine wirksame Methode «erfunden». Sie lässt sich als kostenlose App herunterladen – und sie kann helfen.

Die Methode von Claudia Croos-Müller hat in ihren Einzelteilen bereits in viele Psychotherapieformen Eingang gefunden und wird interessierten Fachpersonen auch in Workshops vermittelt. Body2Brain®, als App herausgegeben von der Verlagsgruppe Random House GmbH, zeigt in sehr einfachen Übungen, wie Körper und Geist zusammenspielen und wie der Körper helfen kann, den Geist spürbar zu regulieren und Emotionen zu stabilisieren.

Gemäss Claudia Croos-Müller lässt sich ihre Methode nicht nur zur Alltagsbewältigung anwenden, sondern auch als prophylaktische Massnahme im Sinne von Selbstschutz und Erhalt der seelischen Gesundheit. Body2Brain® eignet sich für unterschiedliche Kontexte, so zum Beispiel für die Schule oder den Arbeitsplatz. Für Traumatisierte hat die Ärztin darüber hinaus ein «Body2Brain First Aid Kit» zusammengestellt, das zur Selbsthilfe anleitet.

Die Übungen bestechen durch ihre Einfachheit! Und wer immer jetzt Lust aufs unkomplizierte Ausprobieren hat, sollte die kostenlose App herunterladen und loslegen. Das vielleicht kindlich anmutende Schaf, das die Übungen illustriert, soll dabei nicht irritieren. Die Wirkungsweise der Übungen wird jeweils neurowissenschaftlich erklärt und so die Wechselwirkung zwischen Körper und Gehirn bewusst gemacht.

Die beiden Carelink-Fachfrauen Regula Lanz und Petra Strickner, die sich in Notfallpsychologie sehr gut auskennen, haben sich mit der Methode befasst und Body2Brain® ausprobiert: Ihrer Ansicht nach können die Übungen stabilisierende Interventionen ergänzen. Sie empfehlen die Methode als Möglichkeit für Betroffene und Helfende, wieder handlungsfähig zu werden und der eigenen Hilflosigkeit zu entkommen. Die vorgeschlagenen Übungen seien keine Zauberformel, vielmehr eine weitere Zutat in der hohen Kunst der Krisenintervention und der Notfallpsychologie.

App: Body2Brain®
Mehr zu Body2Brain® und zu Claudia Croos-Müller: www.croos-mueller.com

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Fachtagung 2020 findet nicht statt

Neues Datum: Donnerstag, 4. November 2021.

Corona zwingt zur Absage: «Wir können es nicht verantworten, die Carelink-Fachtagung 2020 durchzuführen», sagt Geschäftsleiter Walter Kälin. Das neue Datum steht bereits: Es ist Donnerstag, der 4. November 2021. Carelink zieht für dieses Jahr eine virtuelle Alternative in Betracht.

Der Entscheid ist nicht leichtgefallen, doch erfahrungsgemäss kommen die Kundinnen und Kunden sehr zahlreich an die Carelink-Fachtagung. «Vor allem beim Netzwerk-Apéro im Anschluss an die Referate wäre es schwierig gewesen, die notwendige Distanz einzuhalten», begründet Walter Kälin den Entscheid. Auch wenn er den Anlass um ein Jahr hinausschiebt: «Das Thema bleibt das gleiche – es wird um Resilienz gehen.»

Carelink will dennoch Kontakt zu den Kundinnen und Kunden halten und ihnen so viel Service wie möglich bieten. Deshalb soll dieses Jahr mit den beiden Referentinnen der Fachtagung, mit Prof. Dr. Ulrike Ehlert und Dr. Johanna Gerngroß, ein kurzes, vorbereitendes Audio- oder Video-Interview zum Thema Resilienz erscheinen.

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«Wer selbst sicher ist, kann Sicherheit geben.»

Buchautorin Barbara Preitler zum Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen.

Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind, brauchen Hilfe. Wie können ihnen Helferinnen und Helfer sinnvoll und wirksam begegnen? Die Psychologin und Psychotherapeutin Dr. Barbara Preitler macht Mut. Der Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen hat auch Parallelen zur Notfallpsychologie.

Kleinste Gesten gegenüber Flüchtlingen können wirken. Viele haben den Zusammenbruch aller Sicherheiten erlebt. Sie können Sicherheit wieder erfahren durch sichere Begegnungen, offene Information und klare Grenzen, aber auch indem Versprechen ihnen gegenüber eingehalten werden oder indem sie sich einen imaginären inneren Ort schaffen, an dem sie sich geborgen fühlen.

Barbara Preitler beschreibt das alles in ihrem Buch «An ihrer Seite sein»*. Sie macht die Leserinnen und Leser Stück für Stück und leicht verständlich mit dem Grundwissen der Psychotraumatologie von Flüchtlingen vertraut. Darauf aufbauend, zeigt sie, wie ihnen Helferinnen und Helfer gegenübertreten können. Konkret stellt sie zehn Folgen von Traumatisierungen und mögliche Gegengewichte dar.

Das Buch versteht sich als Ratgeber und Leitfaden für freiwillige Helferinnen und Helfer, schafft Zuversicht und motiviert, sich auf zwischenmenschliche Begegnungen einzulassen, dem eigenen Tun zu vertrauen und so der Ohnmacht im Umgang mit diesen Themen zu entkommen. Carelink hat dazu noch ein paar Fragen an Barbara Preitler gerichtet:

Frau Preitler, Sie forschen unter anderem zu Extremtraumatisierungen, wie sie durch Folter und Krieg entstehen können, und zu interkultureller psychologischer und therapeutischer Betreuung. Was war der konkrete Auslöser für das Buch «An ihrer Seite sein»?

Barbara Preitler: Ich arbeite seit mehr als 25 Jahren als Psychotherapeutin bei Hemayat – das ist ein Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende in Wien. Aus dieser praktischen Erfahrung und aus der Forschung weiss ich, wie wichtig es ist, Menschen, die nach schweren Traumata um Hilfe bitten, diese so schnell wie möglich zu geben. Aber da stossen wir selbst in einem reichen mitteleuropäischen Land wie Österreich schnell an unsere Grenzen. Wir haben eine lange Warteliste für die Psychotherapie.

Doch es braucht nicht immer professionelle Hilfe. Ich bin überzeugt, dass Menschen, die durch andere Menschen traumatisiert worden sind, vor allem eines brauchen: heilsame Begegnungen, oder noch besser: heilsame Beziehungen. Und die können überall stattfinden, wo Menschen sich begegnen.

Der Umgang mit Flüchtlingen, wie Sie ihn beschreiben, ähnelt notfallpsychologischen Interventionen. Menschen etwa erzählen zu lassen, was sie erlebt haben, dürfte in beiden Situationen eminent wichtig sein, oder nicht?

Barbara Preitler: Das Leben vieler Flüchtlinge ist geprägt von vielen Traumata. Daher wären sie eigentlich immer wieder in Situationen, wo notfallpsychologische Intervention sehr hilfreich wäre. Leider werden aber die meisten Flüchtlinge selten oder gar nicht so behandelt. Oft sogar im Gegenteil:

Nach einer lebensgefährlichen Flucht dürfen sie überfüllte Schiffe nicht verlassen oder werden in gefängnisartiger Unterbringung auf ihre Glaubwürdigkeit überprüft – meist ohne irgendeine Form der psychosozialen Unterstützung.

Einen sicheren und ruhigen Raum zu geben, damit erzählt werden kann, ist nach traumatischen Situationen immer günstig. Wichtig ist aber auch, dass auch geschwiegen werden darf. Es sollte ein Beziehungsangebot da sein, in dem erzählt werden darf, aber nicht muss. Die betroffene Person soll für sich entscheiden können, was und wann sie über das Erlittene berichten will. Die zuhörende Person hilft zu strukturieren und zu verstehen.

Die Möglichkeiten, zu intervenieren und zu unterstützen, scheinen so einfach zu sein. Sie sagen, dass es für den würdevollen und anerkennenden Umgang mit Flüchtlingen kein Psychologie-Studium brauche. Ist dieser Umgang tatsächlich so leicht und einfach?

Barbara Preitler: Ja und nein. Würdevoll und anerkennend mit Menschen umzugehen, egal woher sie kommen, sollte eine mitmenschliche Selbstverständlichkeit sein. Und dazu sind wir ja auch alle befähigt. Manchmal wird auch durch uns «Profis» zu viel Angst geschürt, dass traumatisierten Menschen nur mit spezieller Vorbildung begegnet werden könne. Das ist aber auch entwürdigend, da diese Haltung ausser Acht lässt, dass traumatisierte Menschen zwar verletzt, aber nach wie vor «normal» sind. Wir können die Analogie zur körperlichen Verletzung nutzen: Mit einem Menschen, der sich das Bein gebrochen hat, reden wir ja auch normal weiter.

Anders als bei einer körperlichen Verletzung sind die seelischen Verletzungen aber viel versteckter – oft auch für die Betroffenen selbst. Daher gilt es natürlich auch, gewisse Regeln zu befolgen.

Wie schaffen Sie es, Ihre zuversichtliche Haltung in der Arbeit mit Flüchtlingen zu wahren?

Barbara Preitler: Das liegt zum einen an den Menschen, denen ich in dieser Arbeit begegne. Immer wieder erlebe ich, dass Menschen trotz allem, was sie erlitten haben, hoffnungsvoll in die Zukunft sehen und sich mit Elan und Freude ein neues Leben aufbauen. Den Sinn meiner therapeutischen Arbeit kann ich daher immer wieder sehen.

Aber es ist auch wesentlich, gut auf sich selbst zu achten. Bei allem, was ich tue, ist es wichtig, den Menschen Sicherheit zu geben. Und ich kann nur sichere Begegnungen und sichere Beziehungen anbieten, wenn ich selbst sicher bin. Daher meine Bitte an alle, die sich für Menschen in Not engagieren: Tun Sie sich selbst etwas Gutes, damit Sie, wo es erforderlich ist, gefestigt und sicher für andere da sein können.

Barbara Preitler: «An ihrer Seite sein»
Psychosoziale Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen
Studien Verlag
4. Auflage 2017
ISBN-10: 3706555875
ISBN-13: 978-3706555876

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wechsel im Bereich Care-Forschung

Auf Björn Keller folgt Janine Köhli.

Care entwickelt sich stetig weiter, und Carelink formt diese Entwicklung aktiv mit. Neu betreut Janine Köhli den Bereich Forschung und Entwicklung. Sie folgt auf Björn Keller.

Einige im Carelink-Freiwilligenteam kennen sie bereits, und die Kundinnen und -Kunden werden sie nach und nach kennen lernen: Janine Köhli war bislang im Freiwilligenteam aktiv. Neu wird sie sich innerhalb des Carelink-Bereichs Notfallpsychologie dem Schwerpunkt Forschung und Entwicklung widmen und den Bereich Aus- und Weiterbildung verstärken. Als ehemaliger Tutorin und Polizeipsychologin ist ihr die Ausbildungstätigkeit vertraut. Sie hat bereits in verschiedenen Lernumgebungen ihre Begeisterung für psychologische Themen weitergegeben.

Ihr Interesse am menschlichen Erleben und Verhalten führte Janine Köhli in den vergangenen Jahren in den rechtspsychologischen Bereich, wo sie unter anderem Psychotherapien bei Jugendlichen und Erwachsenen im Straf- und Massnahmenvollzug durchführte. Sie ist es gewohnt, in komplexen sozialen Situationen einen individuellen Zugang zum Gegenüber zu finden. Genauso engagiert und professionell setzt sie sich mit Fragen der künftigen Entwicklung von Care auseinander.

Das Carelink-Team freut sich auf die Zusammenarbeit mit Janine Köhli und dankt zugleich ihrem Vorgänger Björn Keller.

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Was ist Notfallpsychologie?

Die Notfallpsychologie ist ein Teilgebiet der wissenschaftlichen Psychologie und befasst sich mit den psychologischen Folgen von belastenden und potenziell traumatisierenden Ereignissen. Wenn durch schwerwiegende Ereignisse die persönlichen Grundannahmen von Sicherheit, Vorhersehbarkeit und Handhabbarkeit erschüttert werden, ist das oberste Ziel ein angemessener Umgang mit Betroffenen, um Traumafolgestörungen zu verhindern. Aus diesem Grund werden NotfallpsychologInnen postgradual aus- und weitergebildet. Die Hauptaufgaben dieser Fachpersonen sind:

  • Schulungen von Careteams sowie Blaulicht- und Notfallorganisationen in psychosozialer Nothilfe
  • Krisenintervention nach belastenden Ereignissen
  • Mitwirken als Teil eines Careteams bei Grossschadensereignissen inklusive Aufarbeitung

Von einem traumatischen Ereignis kann gesprochen werden, wenn das Erleben von:

  • tatsächlichem oder drohendem Tod
  • einer ernsthaften Verletzung oder Gefahr der körperlichen Unversehrtheit
  • sexueller Gewalt

stattgefunden hat.

 

Die möglichen Formen können sein:

  • direkte Erfahrung
  • persönliche Zeugenschaft
  • in der Familie/ bei Nahestehenden
  • die wiederholte Konfrontation mit aversiven Details

Beispiele für mögliche Situationen im privaten oder unternehmerischen Umfeld sind:

Überfälle, Unfälle, Suizide, sexuelle Übergriffe, Gewaltandrohungen, schwere Erkrankungen, plötzliche Todesfälle, Naturkatastrophen, Terroranschläge, etc..

Dies sind Ereignisse oder Situationen aussergewöhnlicher Bedrohung (kurz- oder langdauernd) oder katastrophalen Ausmasses, die bei fast jedem eine tiefe Verstörung hervorrufen würden.

Es können verschiedene Gruppen von Betroffenen unterschieden werden, zum Beispiel Kinder und Jugendliche, Erwachsene und professionelle Helfende, deren unterschiedliche Bedürfnisse in der Betreuung berücksichtigt werden.

Die Notfallpsychologie unterstützt Betroffene dabei, ein Gefühl der persönlichen Bedeutung, Integrität und Würde zu erlangen. Es wird Hilfe zur Wiedererlangung des Gefühls der Sicherheit, Kontrolle und Vorhersehbarkeit angeboten. Das Wiederermächtigungsmodell ist hierbei handlungsweisend für sämtliche Interventionen. Die Grundhaltung dahinter ist, dass Menschen im Allgemeinen fähig sind, Krisen zu bewältigen, wenn sie kompetent unterstützt werden.

Hierbei wird stabilisiert und normalisiert und vorerst nicht diagnostiziert oder pathologisiert. Eine Kernaussage der Notfallpsychologie ist: «Jede Reaktion ist normal. Die Situation ist abnormal. Und nicht umgekehrt.»

An dieser Stelle kann auf die Abgrenzung zur Psychopathologie bzw. Psychiatrie hingewiesen werden: NotfallpsychologInnen gehen davon aus, dass die Betroffenen psychisch gesunde Menschen sind, die einer Situation ausgesetzt wurden, welche eine mögliche seelische Verletzung verursachen kann.

Statistisch gesehen, ist beinahe jeder Mensch einmal im Leben einem potenziell traumatischen Ereignis ausgesetzt. Das Ergebnis hängt sehr vielschichtig von Ereignisfaktoren, Schutzfaktoren, Risikofaktoren und der gesellschaftlichen Anerkennung ab.

Das Wissen um all diese wichtigen Faktoren und die entsprechende Umsetzung in der Krisenintervention machen die Notfallpsychologie zu einem unverzichtbaren Teil der Bewältigung kritischer Ereignisse.

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Jahresbericht 2019: demnächst bei den Kunden.

Was vor der Pandemie war, und was danach sein wird.

Doch, doch, 2019 hat stattgefunden. Aber welches waren die Höhepunkte? Das Coronavirus hat wohl vieles aus der Erinnerung weggefegt – und es macht die Zukunft vage. Zum Glück erscheint dieser Tage der Carelink-Jahresbericht 2019. Kunden finden ihn demnächst in der Post.

Die Coronakrise wird die Zeit in ein Davor und ein Danach teilen. „Wir werden nicht vergleichen“, sagt Carelink-Geschäftsleiter Walter Kälin. „Wir legen im Jahresbericht dar, was war. Zum Beispiel publizieren wir eine lebhafte Reportage über unsere Simulation eines Grosseinsatzes. Das war für mich der berufliche Höhepunkt des vergangenen Jahrs. Und wir werfen einen kurzen, aber spannenden Blick auf das, was sein wird, was wir bei Carelink für die Zeit nach der Pandemie vorbereiten: Für den 22. Oktober planen wir eine Kunden-Fachtagung zum Thema Resilienz.“

Verlässlich wie immer, verbindet Carelink das Davor und das Danach mit Kontinuität: Im Jahresbericht 2019 sagen drei Kunden, was ihnen in der Zusammenarbeit mit Carelink wichtig ist und wie sie seit Jahren direkt davon profitieren. „Gemeinsam sind wir effektiver und effizienter“, sagt der eine. „Schon entlastend, auf Carelink bauen zu dürfen“, findet ein anderer.

Der Carelink-Jahresbericht ist online abrufbar. 

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COVID-19 und Carelink: ausserordentlich.

36 Tage lang liefen die Drähte heiss.

Als der Bundesrat die Pandemie-Situation Mitte März als ausserordentlich einstufte, begannen bei Carelink die Drähte heiss zu laufen: Kunden wünschten für Mitarbeitende Unterstützung. Für den Kanton Bern wurde innert Kürze eine Hotline hochgefahren, die 36 Tage in Betrieb war.

Sie sind sich an Aussergewöhnliches gewöhnt: Jeder Einsatz, den die Carelink-Fachleute leisten, ist aussergewöhnlich. „Doch was wir ab Mitte März erlebten, war dann selbst für uns ausserordentlich“, so Danilo Segreto, der Leiter Einsatzmanagement.

Für den Kanton Bern, der den Betrieb einer Hotline bestellte, kümmerte er sich um das Hochfahren der technischen Infrastruktur, die Carelink für solche Fälle in Glattbrugg bereithält. Gleichzeitig begann Einsatzleiter Stephan Fuchs die personellen Ressourcen zu planen, die sowohl kurzfristig als auch für den längerfristigen Betrieb nötig sein würden. Das Alarmierungssystem Fact 24, mit dem Carelink je nach Einsatz die erforderlichen Fachleute aufbietet, tat dabei seinen guten Dienst: Für die Hotline waren Caregivers deutscher und französischer Muttersprache mit Callcenter-Zusatzausbildung gefragt.

Die Hotline für die Bevölkerung des Kantons Bern nahm innerhalb von 24 Stunden ihren Betrieb auf. Das erste Einsatzteam stand ebenfalls bereit. Auch ein erster Katalog an Fragen und Antworten lag zu diesem Zeitpunkt schon vor. Dieser Katalog wurde stetig erweitert. Eine Verbindungsperson in der kantonalen Verwaltung in Bern fungierte dabei als Dreh- und Angelpunkt der Information. Das Dokument umfasste letztlich mehr als 80 Seiten.

Die auf die Arbeit in einem Callcenter spezialisierten Caregivers wechselten sich über ganze 36 Tage stetig ab. Im Durchschnitt nahmen sie 400 Anrufe pro Tag entgegen, an Spitzentagen waren es bis zu 1500. Je länger die Hotline in Betrieb war, umso stärker kam in den telefonischen Gesprächen eine Care-Komponente zum Tragen: Die Anrufenden wünschten nicht nur sachliche Informationen, sie waren vermehrt auch für ein paar einfühlende Worte dankbar. Genau dafür sind die Caregivers von Carelink unter anderem ausgebildet.

Dominique Rüfenacht, verantwortlich für Kundenbeziehungen und Kommunikation, hatte ihrerseits fast Tag und Nacht zu tun: Etliche der Kunden, die bei ihr anriefen, sind im Gesundheitswesen tätig. Sie wollten sich vorbereiten auf den Fall, dass Mitarbeitende durch die Corona-Krise psychisch belastet würden und unterstützt werden müssten. „Schliesslich richteten wir für sechs Kunden eine 0800er Nummer ein, die bis heute rund um die Uhr besetzt ist und unter der belastete Personen psychologische Soforthilfe erhalten.“

„Covid-19 sorgt auch sonst für Spuren“, kommentiert Carelink-Geschäftsleiter Walter Kälin abschliessend: „In den ersten vier Monaten des Jahrs haben wir insgesamt gegen 60 Einsätze geleistet.“

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Basis-Unterstützung durch Merkblätter.

COVID-19: Carelink publiziert kurze Anleitungen.

Was ist zu tun, wenn das Home ein Office werden muss? Wie gehe ich mit häuslicher Isolation um? Und wie führe ich aus Distanz? COVID-19 hat viele Fragen psychologischer Natur aufgeworfen. Carelink antwortet – unter anderem – mit Merkblättern.

Alles war neu, und alles musste schnell gehen. Die COVID-19-Pandemie und der Lockdown haben Privatpersonen und Unternehmen vor neue psychologische Fragen gestellt. Carelink hat darauf Antworten publiziert: „Wir haben gemeinsam mit Fachleuten einfache Merkblätter zusammengestellt, die wir sowohl an die Kunden verschickten als auch auf unserer Website veröffentlichten“, sagt Dominique Rüfenacht. Sie verantwortet für Carelink die Kundenbeziehungen und die Kommunikation.

Eines der Merkblätter enthält Tipps fürs Home Office, ein zweites unterstützt in der häuslichen Abschottung und ein drittes beim unternehmerischen Führen. „Alle drei sind sehr gut aufgenommen worden“, fasst Dominique Rüfenacht zusammen. „Wir tragen uns mit der Idee, solche Merkblätter für weitere Situationen und Themen zu verfassen. Damit können wir unseren Kunden sehr schnell und wirkungsvoll eine Basis-Unterstützung bieten.“

Der Carelink-Dienst am Kunden ging und geht in diesen Zeiten der COVID-19-Pandemie natürlich weit über das Verfassen und Verteilen der Merkblätter hinaus. Lesen Sie dazu den Artikel „COVID-19 und Carelink: ausserordentlich“

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