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Lesen Sie hier verschiedene ausgewählte Fachbeiträge aus den CareNews, dem Newsletter von CareLink, sowie weitere Artikel zum Thema Care, die in anderen Publikationen erschienen sind.

Die Auswahl der Artikel aus anderen Medien erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Deren Inhalt verantworten die Autorinnen und Autoren.

CareLink betreut Betroffene und Ausführende bei Massenentlassungen

Quelle: Carenews September 2013

Kündigungen aus wirtschaftlichen Gründen sind schmerzhaft – für Betroffene wie für Ausführende. CareLink hilft, die individuelle menschliche Seite bewusster zu pflegen. Unternehmen schätzen das Angebot der notfallpsychologischen Unterstützung bei Massenentlassungen.

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Es kann Wut sein oder Enttäuschung, Scham oder Trauer, Angst vor der Zukunft – oder alles zusammen. Solche Gefühle, so verständlich sie sind, verstellen oft den Blick und drohen, alles zu überdecken. Hier kann Beratung durch notfallpsychologisch geschulte Fachleute guttun. Deshalb haben seit Anfang 2012 fünf Unternehmen, die sich zu Massenentlassungen gezwungen sahen, auf die Dienste von CareLink zurückgegriffen.

„Jeder Einsatz läuft anders ab und erweitert unseren spezifischen Erfahrungshorizont“, erklärt Danilo Segreto, der bei CareLink das Einsatzmanagement leitet. „Neben unserer Erfahrung bringen wir die Aussensicht einer neutralen Person ein, die auch Zeit hat zum Zuhören.“

Den Sozialplan kennen
Am Anfang steht der Sozialplan: „Den müssen wir kennen“, so Danilo Segreto. Ebenso wichtig ist der organisatorische und zeitliche Ablauf einer Massenentlassung, der meist früher feststeht als der Sozialplan. Davon ausgehend und nach Möglichkeit ein paar Wochen im Voraus, bestimmt CareLink die notwendigen personellen Ressourcen: Caregivers sowie Notfallpsychologinnen und -psychologen. „Gemeinsam mit dem Kunden orientieren wir sie und machen sie auch mit den Rahmenbedingungen vertraut. Sie müssen Bescheid wissen, auch Fragen zum Sozialplan beantworten und Missverständnisse aus dem Weg räumen können.“ Dass von diesen Vorbereitungen nichts gegen aussen dringt, versteht sich von selbst.

Die Fachleute von CareLink nehmen am eigentlichen Entlassungsgespräch nicht teil. Sie halten sich in Nebenräumen auf, wo sie die Betroffenen danach diskret aufsuchen können. Oft tauchen Fragen, Emotionen und Unsicherheiten erst Stunden oder Tage nach der meist überraschenden Nachricht auf. Dafür stellt CareLink je nach Wunsch des Kunden eine Hotline zur Verfügung, an die sich die Betroffenen auch später noch wenden können.

Personalverantwortliche betreuen
Die Entlassungsgespräche belasten ebenso die Personalverantwortlichen und Vorgesetzten, welche die schwierige Botschaft  meist mehrmals am Tag überbringen müssen. „Deshalb führen wir nach jedem Einsatztag  Gespräche mit ihnen. So können sie das Erlebte mit jemandem teilen und sich beraten lassen“, erklärt Danilo Segreto. Kündigt ein Unternehmen eine Massenentlassung lange im Voraus an, kann dies weite Kreise über längere Zeit beunruhigen.  „Um dieser allgemeinen Verunsicherung entgegenzuwirken, legen wir zusammen mit den Verantwortlichen geeignete Massnahmen fest und können bei Bedarf über längere Zeit, allen Hilfe suchenden Mitarbeitenden Unterstützung anbieten.“

Für CareLink ist der Einsatz nach einer Massenentlassung erst abgeschlossen, wenn die Mitglieder des Einsatzteams selber ihre Arbeit in einer Einsatznachbesprechung reflektiert und ihre Erfahrungen ausgetauscht haben. Danilo Segreto: „Es geht uns dabei einerseits um das Wohlbefinden unseres Einsatzteams und andererseits um den kontinuierlichen Ausbau unseres Know-hows. Auch mit dem Kunden führen wir jeweils ein Abschlussgespräch. Die Informationen, die wir so erhalten, und die Informationen des Einsatzteams erlauben es uns, die Qualität unserer Leistungen hoch zu halten, ja sogar noch zu steigern.“

Psychologische Hilfe für den Ernstfall bei UBS

Quelle: WE. 3/12 - Das Magazin für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von UBS in der Schweiz

Überfälle, Anschläge und Unglücksfälle können auch eine Grossbank treffen. Seit 2003 gibt es bei UBS deshalb ein Careteam.  Die freiwilligen Helfer werden gerufen, wenn Betroffene psychologisch betreut werden müssen. Je nach Ereignis kooperiert UBS mit CareLink. 

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Ein Gespräch mit Iris Huber, Beat Vogt und Peter Helfer, Mitarbeiter bei UBS und gleichzeitig Freiwillige bei CareLink.

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Die absolute Hilflosigkeit ist wie Folter

Autorin Michèle Binswanger
Quelle: Tages-Anzeiger vom 16.2.2011

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Die menschliche Psyche ist erstaunlich stabil

Autor Sandro Benini
Quelle: Tages-Anzeiger vom 22.1.2010

Erdebeben in Haïti: Interview mit Urs Braun über die psychologische Unterstützung eines Schweizer Ärtzeteams und von Betroffenen des Erdbebens.

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Sonderflug Belair BHP1022

Ein Einsatzbericht von Beat Vogt
Quelle: CareNews März 2005

Ein eindrücklicher Einsatz, bei dem 132 zum Teil verletzte und zumeist nur notdürftig bekleidete Feriengäste drei Tage nach der Flutkatastrophe in die Schweiz zurückgeflogen wurden.

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"Es ist früher Morgen kurz vor 5.30 Uhr. In wenigen Minuten landen wir nach elfeinhalbstündigem Flug in Phuket. Unser Team – drei Notfallpsychologinnen, ein Chirurg, eine Krankenpflegerin, je ein Anästhesist und Anästhesiepfleger sowie ich als Teamleiter – trifft letzte Vorbereitungen für den Einsatz. Bald werden wir wissen, wie viele Tsunami-Betroffene uns erwarten, in welchem Zustand sie sind und ob wir im Flugzeug überhaupt Platz für alle haben.

Die Verletzten werden auf den Business-Class-Sitzen gelagert
Kurz nach Sonnenaufgang nehmen wir die ersten Verletzten an Bord. Laufend treffen weitere Patienten ein. Ihr Zustand führt uns drastisch vor Augen, mit welcher Wucht die Flutwelle gewütet haben muss. Da wir nur über einen Liegeplatz verfügen, lagern wir die schwerer Verletzten so gut wie möglich auf den Sitzen der Business Class. Während Ärzte und Pflegepersonal Infusionen stecken, Antibiotika, Schmerz- und Beruhigungsmittel spritzen, füllt sich die Maschine langsam mit leichter Verletzten und körperlich Unversehrten. Viele sind barfuss, nur mit T-Shirt, Shorts oder Spitalhemd bekleidet. Die Zahl derer, die Angehörige verloren oder selbst nur mit Glück überlebt haben und zusehen mussten, wie Freunde, Bekannte, Feriengäste und Einheimische in den Tod gerissen wurden, wird immer grösser.

Hervorragende Unterstützung durch die Belair-Crew

Auf dem Rückflug in die Schweiz hat die Versorgung der Verletzten Vorrang. Das Erfassen der Passagierdaten, das Verteilen von Merkblättern und Gespräche haben zweite Priorität. Infizierte Wunden müssen geöffnet, Verbände gewechselt und pflegerische Massnahmen getroffen werden. Erst danach werden die wichtigsten Daten über Flugfunk in die Einsatzzentrale übermittelt und die weitere Hilfe nach der Landung abgesprochen. Die vierzehnköpfige Belair-Crew arbeitet mit uns Hand in Hand und leistet während des ganzen Flugs für uns unschätzbare Hilfe.

In Zürich stehen Ärzte, Ambulanzen, Caregivers, Angehörige und viele weitere Helfer bereit, die uns ablösen. Nach 32 langen Stunden geht für uns ein eindrücklicher Einsatz mit dem abschliessenden Debriefing zu Ende."